Knochenmark

Lokalisation

  • Spina iliaca posterior sup. (Kontraindikationen: Infektiöse Läsionen, M. Paget des Beckenknochens, St. n. Radiotherapie des Beckenknochens)
  • Sternal: Generell nicht empfohlen, falls unumgänglich nur durch Geübte (intern: Oberarzt oder erfahrener Hämatologieassistent)

Durchführung

  • In Bauchlage, wenn möglich Oberkörper in leichter Tieflage
  • alternativ in Seitenlage möglich (IPS-Patienten etc.)
  • Grosszügige Anästhesie:
    • Lokal breitflächig Lidocain 1%
    • systemisch: Dormicum oder Morphine (im USZ unter Bereithaltung von Anexate)

1. Biopsie

  • Biopsie vor Aspirat, um gut erhaltenen Zylinder zu entnehmen (Ziel: mind. 1.0-1.5 cm lang)
  • Nach Möglichkeit sollte immer ein Abrollpräparat auf Objektträger erstellt werden
  • Fixation in Formalin 4% (zu Beziehen über das Institut für Pathologie, USZ)
  • die Beurteilung der Biopsie erfolgt in der Pathologie (Institut für Pathologie, USZ)

2. Apirat

  • wenn möglich ohne Zusatz von EDTA oder Komplexon aspirieren und ausstreichen, da solche Zusätze die Feinmorphologie verändern (Ausnahme: Promyelozytenleukämie, AML M3) – für auswärtige Zusender kann das Material auch in EDTA geschickt werden
  • zusätzlich empfehlen wir bei jeder Punktion in Reserve nach Möglichkeit 5 ml Heparin-KM (Aspirat) abzunehmen, für den Fall, dass eine weitergehende Immunphänotypisierung oder zytogenetische Analyse erforderlich ist; für molekulargenetische Untersuchungen benötigen wir zudem idealerweise 5 ml EDTA-KM (Aspirat)

Zusätzliches Material

1-2 EDTA-Röhrchen für peripheren Blutstatus und ev. Spez.färbungen

Versand (gilt für auswärtige Auftraggeber)

  • nebst EDTA-Röhrchen 1 ungefärbter Blutausstrich
  • möglichst viele ungefärbte Aspiratausstriche (mind. 6), für allfällige Spezialfärbungen
  • Versand per A-Post oder Kurier
  • die Befunde aus dem Apsirat und der Biopsie werden in der wöchentlich stattfindenden hämatopathologischen Konferenz mit den Kollegen der Pathologie des USZ abgeglichen.